Kabarettist Dieter Nuhr sieht Meinungsfreiheit bedroht

Nachdem der Kabarettist Dieter Nuhr mit seinen Witzen über Greta Thunberg und Fridays for Future bei den verschiedensten Parteien angeeckt hatte, äußerte er sich nun in einem Interview über die Bedrohung der Meinungsfreiheit.

Düsseldorf. – Im Interview mit der „Rheinischen Post” erklärte Nuhr, dass er die Meinungsfreiheit für eingeschränkt halte. Der Kabarettist bemängelte darin, dass in der heutigen Zeit Argumente generell ihren Stellenwert in der Gesellschaft verloren hätten. So gehe es in vielen Fällen nicht mehr um den Austausch von Argumenten, sondern um den simplen Gebrauch von „Symbolbegriffen“. Generell werde nicht zuletzt bei Wortgefechten im Internet der Andersdenkende „nicht mehr respektiert“ – in vielen Fällen werde er eher „als Feind betrachtet“. Verantwortlich für die mangelhafte Diskussionskultur im Internet sei vor allem die vorherrschende Anonymität. Ohne dass es Folgen hätte, könne man den Gesprächspartner beschimpfen, meint Nuhr.

„Sowohl von Klimaaktivisten als auch von AfD“

Mitverantwortlich für die eingeschränkte Meinungsfreiheit seien laut Ansicht Nuhrs jedoch nicht nur Klimaaktivisten, wie im Fall des Shitstorms als Antwort auf seine Witze über Fridays for Future und Co. Vielmehr habe seiner Meinung nach auch die AfD eine Mitschuld an der Veränderung der Debattenkultur. So sieht Nuhr „links wie rechts Bestrebungen, die Freiheit einzuschränken“. Hier sei Vorsicht geboten, denn auch von Seiten der AfD gebe es seiner Ansicht nach „beunruhigende Demokratierelativierungen“. 

Zuletzt warf der Kabarettist dem linken Politiker Martin Sonneborn (Die PARTEI) „totalitäre Tendenzen“ vor, als dieser Nuhrs Verbannung aus den öffentlich-rechtlichen Medien forderte – Die Tagesstimme berichtete.

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