Flucht aus Deutschland: Immer mehr Fachkräfte sagen Adieu

Lebe wohl, Deutschland: Rund 180.000 Spitzenkräfte verlassen jedes Jahr die Bundesrepublik, um im Ausland zu arbeiten

Jedes Jahr verlassen rund 180.000 gut ausgebildete Spitzenarbeitskräfte (z. B. Ingenieure, Akademiker) Deutschland. Anstatt ständig den Zuzug ausländischer »Fachkräfte« zu fordern, sollten Politik und Wirtschaft endlich dafür sorgen, dass das vorhandene Personal hierbleibt.

Viele Deutsche ziehen aus beruflichen Gründen ins Ausland – vor allem, weil sie dort deutlich mehr verdienen, berichtet die ›Deutsche Presse-Agentur‹ (›dpa‹). »Häufig geht es um den nächsten Karriereschritt«, sagte Andreas Ette vom Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung bei der Vorstellung erster Ergebnisse aus der Studie »German Emigration and Remigration Panel« in dieser Woche in Berlin.

Die meisten der 180.000 Menschen, die im Schnitt jährlich ins Ausland abwandern, sind Akademiker. »Auswanderung ist eine Domäne der Hochqualifizierten«, so Ette. Im Schnitt würden die Befragten nach etwa einem Jahr im Ausland rund 1.186 Euro monatlich mehr verdienen. Dreiviertel der Auswanderer haben einen Hochschulabschluss und sind im Schnitt 36,6 Jahre alt.

Das mit Abstand wichtigste Zielland deutscher Auswanderer war in den vergangenen zehn Jahren mit insgesamt fast 200.000 Personen die Schweiz, noch vor den USA (127.000), Österreich (108.000) und Großbritannien (82.000). (hh)

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