Fundstück: Islamophobie-Pranger kostete 126.951 Euro

(Fundstück von Kolja Zydatiss)

Vor einigen Tagen berichtete Achgut.com über den EU-finanzierten „European Islamophobia Report“, an dem u.a. eine Erdogan-treue türkische Denkfabrik mitwirkte. Liberale Muslime wie Seyran Ates, Ahmad Mansour und Mouhanad Khorchide, sowie Wissenschaftler wie die Islamforscherin Susanne Schröter, werden dort der „Islamophobie“ bezichtigt und in eine Reihe mit Rechtsradikalen gestellt.

Die „Welt“ hat nun weitere interessante Informationen zu dem Thema zusammengetragen. So sei das Projekt im Rahmen des EU-Programms „Zivilgesellschaftlicher Dialog zwischen der EU und der Türkei“ mit 126.951 Euro bezuschusst worden. Neben der Erstellung und Veröffentlichung des Berichts finanzierte die EU offenbar auch mehrere Panels und Workshops sowie eine Projektwebsite, Social-Media-Aktivitäten und Kurzfilme zum Projekt. Der Report sei außerdem auf einer OECD-Veranstaltung in Warschau vorgesellt worden.

Autorin des Deutschland-Kapitels ist die Politikwissenschaftlerin Anna-Esther Younes, die vom ehemaligen israelischen Botschafter in Deutschland, Yakov Hadas-Handelsman, als „radikale Aktivistin“ und BDS-Unterstützerin eingeordnet wird. Auch der Mitherausgeber des Reports Enes Bayrakli hat offenbar ein Problem mit Israel und bezeichnete den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu in einem inzwischen gelöschten Tweet als „Kopf eines Apartheidstaats“.

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