Wolfsburg im Check: Fortsetzung des Höhenfluges

Mit einer eingespielten Mannschaft, aber einem neuem Trainer zählt der VfL Wolfsburg bislang zu den positiven Überraschungen der Saison. Fundament für den aktuellen Höhenflug der Niedersachsen ist die stabile Defensive. Der VfL im Check vor dem Duell am Sonntag, 27. Oktober (15.30 Uhr).

Nur drei Tore trennen den VfL Wolfsburg von Platz eins. Punktgleich mit Spitzenreiter Borussia Mönchengladbach (beide 16 Zähler) liegen die Niedersachsen aktuell auf Rang zwei. Nur 2004 hatte der VfL zu diesem Zeitpunkt der Saison eine noch bessere Punkteausbeute. In der Europa Leauge befinden sich die Wölfe zudem klar auf Kurs Richtung Zwischenrunde. Mit fünf Punkten aus drei Spielen führt Wolfsburg seine Gruppe an, musste am Donnerstag allerdings einen kleinen Dämpfer hinnehmen: Beim KAA Gent kassierte der VfL nach einer 2:0-Führung durch ein umstrittenes Gegentor in der Nachspielzeit noch den Ausgleich.

Nichtsdestotrotz hat der VfL seinen Höhenflug aus dem Vorjahr nahtlos fortgesetzt. Nachdem die Grün-Weißen den Abstieg zweimal in Folge in der Relegation gerade noch hatten abwenden können, hatte Trainer Bruno Labbadia die Wölfe in der vergangenen Saison überraschend in die Europa League geführt. Trotz dieser positiven Entwicklung wurde Labbadias Vertrag allerdings nicht verlängert. Seine Nachfolge trat im Sommer der in Deutschland zu diesem Zeitpunkt weitgehend unbekannte Oliver Glasner an, der es mit dem Linzer ASK von der zweiten Liga bis in die Europa League geschafft hatte.

Als einzige Mannschaft ungeschlagen – auch dank der besten Abwehr

Während auf der VfL-Trainerbank seit dieser Saison also ein neues Gesicht sitzt, hat sich die Mannschaft nicht groß verändert. Die Leistungsträger der vergangenen Saison blieben alle, mit Mittelfeldmann Xaver Schlager (RasenBallsport Salzburg) und Offensivspieler Joao Vitor, den Glasner aus Linz mitbrachte, verstärkte die sportliche Leitung um Geschäftsführer Jörg Schmadtke den Kader lediglich punktuell. Anders als Vorgänger Labbadia lässt Glasner allerdings in einem 3-4-3-System spielen.

Die Mannschaft scheint sich in der neuen Formation wohlzufühlen. Besonders defensiv ist der VfL sehr stabil, kassierte in acht Spielen erst fünf Gegentore – die wenigsten aller Bundesligisten. Dass statt des verletzten Stammtorwarts Koen Casteels mit Pavao Pervan seit Wochen die etatmäßige Nummer zwei spielt, fällt nicht ins Gewicht. Vorne ist wie bereits in der vergangenen Saison auf Wout Weghorst Verlass. Nach 17 Treffern im Vorjahr steht der Niederländer schon wieder bei fünf Toren. Das Ergebnis aus dieser Mischung kann sich sehen lassen: Als einzige Mannschaft in der Bundesliga ist Wolfsburg noch ungeschlagen (vier Siege und vier Unentschieden).

VfL-Trainer Glasner: „Die Mannschaft glaubt an sich“

Dieses Alleinstellungsmerkmal wollen die Wölfe auch gegen den FCA bewahren. „Es zeigt, dass die Mannschaft gefestigt ist und wir den einen oder anderen Ausfall kompensieren können“, so Glasner auf der Pressekonferenz vor dem Spiel. „Die Mannschaft glaubt an sich und kommt auch nach einem Rückstand zurück.“ Personell könnte der VfL-Trainer gegen die Fuggerstädter angesichts der Englischen Woche dem einen oder anderen eine Pause gönnen. „Wir haben ein intensives Programm vor uns“, betont der 45-Jährige, der am Sonntag neben Admir Mehmedi (Muskelfaserriss) auch weiter auf den verletzten Schlager (Knöchelbruch) verzichten muss.

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