Mit dem Rufbus durch den Bayerwald

Bayerns Verkehrsminister Hans Reichhart (CSU) macht sich weiter für eine Verbesserung des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) im ländlichen Raum stark. Der Freistaat Bayern setzt seine Unterstützung für vier Projekte im Bayerischen Wald mit insgesamt 1,5 Millionen Euro in 2019 fort. Die „On-Demand-Busse“ in Freyung sind Vorbild für digital vernetzte bedarfsorientierte Angebote des ÖPNV im ländlichen Raum. Das heißt vereinfacht, die Busse kommen, wenn sie per App bestellt wurden.

Das Projekt FreYfahrt schafft durch die Digitalisierung eine attraktive Beförderung im ländlichen Raum.

Hans Reichhart (CSU), Bayerns Verkehrsminister

Reichhart ist sichtlich stolz – vor allem auf ein bundesweit einmaliges Pilot-Vorhaben in Niederbayern: „Das Projekt FreYfahrt in der Stadt Freyung ist bundesweit das erste seiner Art und schafft durch die Digitalisierung eine attraktive Beförderung im ländlichen Raum.“ Aber das ist noch nicht alles. „Der Hofer Landbus als Nachfolger dieses Projektes zeigt den Erfolg des Einsatzes von Apps und Digitalisierung im ÖPNV. Für mich ist das ein gelungener Zugang zu öffentlicher Mobilität für alle Bürger“, sagt Reichhart.

Expressbus Grafenau-Passau

Mehr als 760.000 Euro erhält der Landkreis Freyung-Grafenau für eine landkreisübergreifende Expressbusverbindung zwischen Grafenau und Passau. Der Freistaat unterstützt damit die bessere Vernetzung vor Ort und eine direkte Verbindung in einer regelmäßigen Taktung. Außerdem unterstützt der Freistaat den Landkreis Freyung-Grafenau Mit insgesamt 780.000 Euro bei der Einführung von landkreisweiten sogenannten Bedarfsverkehren. Die verschiedenen Rufbuslinien im Landkreis ermöglichen auch dort, wo kein Taktverkehr wirtschaftlich betrieben werden kann, ein attraktives Fahrtangebot im ÖPNV neben dem eigenen Auto. Reichhart ist überzeugt: „So kann Mobilität im ländlichen Raum gelingen. So schaffen wir ein umweltfreundliches und wirtschaftliches Angebot.“

Das ist bundesweit das erste Angebot mit einem per App gesteuerten „On-Demand-Verkehr“ im ländlichen Raum.

Hans Reichhart


Im Jahr 2019 führt der Freistaat seine Unterstützung für das Projekt „FreYfahrt“ mit knapp 21.000 Euro fort und begleitet es weiterhin bei der Umsetzung. „Das ist bundesweit das erste Angebot mit einem per Smartphone-Anwendung (App) gesteuerten „On-Demand-Verkehr“ im ländlichen Raum. Das Angebot hat mittlerweile auch andere Landkreise dazu inspiriert, die Möglichkeiten der Digitalisierung im ÖPNV zu nutzen und neue Verkehrsangebote zu schaffen.“ Das Projekt strahle bis nach Oberfranken aus, wie Reichhart unterstreicht: „Nach dem Vorbild des Verkehrs in Freyung wurde vor kurzem auch der Hofer Landbus gestartet. Auch weitere Projekte im Freistaat arbeiten an einer Vermittlung per App, um die Digitalisierung im Verkehr voranzubringen.“

Sieben mal täglich für einen Euro nach Spiegelau

Wie wichtig die Mobilität innerhalb einer Gemeinde ist, zeigt der Ortsbus Spiegelau. Auf Abruf verbindet der Ortsbus an mehreren Tagen die Woche alle Teil der Gemeinde sieben Mal am Tag für nur einen Euro je Fahrt und ermöglicht die Nahversorgung vor Ort. Der Freistaat fördert dies in 2019 mit  18.000 Euro. Immer mehr Kommunen in Bayern wollen Rufbus-Systeme einführen. Allein im Jahr 2019 unterstützt Bayerns Verkehrsministerium mit dem „Förderprogramm zur Verbesserung der Mobilität im ländlichen Raum“ etwa 40 Projekte in Bayern. Reichhart: „Rufbusse sind in den ländlichen Regionen sogar umweltfreundlicher als der herkömmliche Linienbus, denn so können unnötige Leerfahrten vermieden werden.“ Insgesamt stehen hier laut Minister rund fünf Millionen Euro zur Verfügung.

Der Beitrag Mit dem Rufbus durch den Bayerwald erschien zuerst auf Bayernkurier.

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