Klima-Magazin „Spektrum“: jetzt für Kernkraftwerke?

Als Greta Thunberg in einem Kommentar erwähnte, daß die CO2-arme Energieerzeugung durch Kernkraftwerke gut fürs Klima sei, wurde sie von ihren Schattenmanagern sofort zurückgepfiffen und erwähnt das Thema seitdem nicht mehr. Kein Wunder: Inhaltlich hat sie ja Recht, aber es geht beim Klimaschwindel bekanntlich nicht um Inhalte, sondern ums Abkassieren. Da zudem die Ökosozialisten seit den 1980ern der Kernkraft spinnefeind sind, ist die Technologie nicht mehr vermittelbar. Ein Schmankerl: Um die Kernkraft in Britannien zu propagieren, hatte die bei Linken verhasste konservative Premierministerin Margret Thatcher einst die CO2-Klimatheorie propagiert….

In der Tat wurden seit den 1960er Jahren völlig neue Reaktortypen konstruiert, die in puncto Sicherheit kaum noch etwas gemein haben mit den Schrott-Anlagen in Tschernobyl oder in Fukuschima. Die beiden Katastrophen-Kraftwerke flogen in die Luft, weil sie vom unsicheren Leichtwasser-Reaktortyp waren: Die Kernspaltungsreaktion im Reaktorkern erzeugt bekanntermaßen neben der Strahlung gewaltige Hitze, die nicht vollständig via Turbinendampf in elektrische Energie gewandelt werden kann. Die nicht nutzbare Abwärme muß daher mit fließendem Wasser „weggekühlt“ werden, damit der Kern nicht überhitzt und sich durch den Reaktorboden schmilzt. Baut man die Kühlwasserpumpen wie in Fukuschima im Zunami-Gebiet direkt ans Ufer, darf man sich natürlich nicht wundern, wenn der Reaktor nach einer Naturkatastrophe explodiert. Das verstehen grüne Politiker und andere Technikfeinde natürlich nicht, oder wollen es nicht verstehen, und lehnen eine günstige, saubere und sichere Technologie ab.

Die neuen Kernkraft-Konzepte jenseits des Leichtwasser-Reaktors haben nämlich erhebliche Vorteile, wie ein Spektrum-Artikel vom Nationalfeiertag beleuchtet. Darin schlagen die Autoren Gretas Weg ein und benennen die angeblichen Klima-Vorteile von Kernkraftwerken, denen die Klimagläubigen eigentlich nichts entgegensetzen können. Ein einzelnes Kernkraftwerk produziert so viel Energie wie Hunderte oder Tausende Windräder, braucht für den Bau aber wesentlich weniger Stahlbeton und andere Werkstoffe. Während des Betriebes fällt kaum CO2 und anderes Gas an; die riesigen Schlote der KKW sind nur Kühltürme, aus denen Wasserdampf kommt. Und der Strom wird nicht im unbrauchbaren Zappelmodus, sondern technisch brauchbar kontinuierlich produziert, tags wie nachts, sommers wie winters, bei Sturm wie bei Windstille.

Einen altmodischen Reaktortyp auf Uranbasis mit Wasserkühlung würde heute in Deutschland niemand mehr wollen, weder links noch rechts. Wohl aber einen von den neu entwickelten Typen, zum Beispiel auf Thorium-Basis. Das Schwermetall mit der Massenzahl 232 g/mol ist nicht direkt spaltbar, kann aber durch Neutronenbeschuß zu Protactinium mit 233 g/mol umgewandelt werden. Pa-233 zerfällt innerhalb von Wochen zu Uran-233, daß spaltbar wird („Brüter“-Technologie). Bei geeigneter Prozessierung entstehen nur recht kurzlebige radioaktive Stoffe, die nach rund 300 Jahren zerfallen sind.

Zur Kühlung verwenden die neuen Thorium-Reaktoren kein Wasser mehr, sondern Schmelzsalze wie Lithium-Fluorid LiF oder Lithium-Beryllium-Fluorid LiBeF. In diesen über 600 °C heißen Salzen sind das Thorium und das erbrütete Uran gelöst. Großpumpen wälzen die Schmelze laufend um und ermöglichen so eine durchgehende Wärmeabgabe an den Wasser-Turbinenkreislauf. Fallen die Pumpen aus, überhitzt die Schmelze zunächst, aber öffnet durch die höhere Temperatur einen Sicherheitsverschluß, durch den sie in einen Auffangbehälter fließt, in dem der Zerfall sofort gestoppt wird. Katastrophen à la Fukuschima sind somit technisch unmöglich gemacht.

Nagelneu ist das sichere Konzept übrigens gar nicht. Auch in Westdeutschland wurden vor der Wende alternative Reaktortypen wie „Schnelle Brüter“ gebaut und teilweise sogar als im Kraftwerk betrieben. Die in den 80er Jahren von den Medien und den Grünen aus rein egoistischen und/oder ideologischen Gründen geschürte Panikmache zwang die Politik dazu, die sauberen und sicheren Reaktoren stillzulegen. Gegen Kohle-, Gas- und Ölkraftwerke hatten die Medien-Grünen damals noch nichts; die Klimakastastrophe war noch nicht erfunden.

Zur Information: Auch Harald Lesch hat via TerraX schon etwas zum neuen Reaktortyp gesagt.

 

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