Streit um Bio-HirseZDF macht Grünen-Politikerin zur Anti-AfD-Kundin

Sie ist der führende Kopf der Grünen im Kampf gegen Rechts: Die sächsische Bundestagsabgeordnete Monika Lazar. „Wir alle sind gefragt, die offene Gesellschaft zu leben und zu verteidigen“, mahnt die Sprecherin für Strategien gegen Rechtsextremismus der Grünen-Fraktion. „Rechten Strukturen müssen wir als Demokratinnen und Demokraten geschlossen entgegentreten.“ Selbstverständlich würde Monika Lazar auch keine Hirse kaufen, die von einem AfD-Mitglied produziert wird – selbst wenn es sich um Bio-Hirse handelt.

„Wenn es von jemandem mit einer so einer Einstellung, also einem AfD-Mitglied der auch in Funktion ist, hergestellt wird, dann möchte ich das auch nicht kaufen“, verriet Lazar nun dem ZDF. Die Sendung „heute – in Deutschland“ hatte sich am Montag in einem Beitrag dem Fall des Leipziger Bio-Supermarkts „Biomare“ angenommen, der unlängst deutschlandweit für Schlagzeilen sorgte, weil er die Bio-Hirse eines AfD-Mitglieds aus dem Sortiment genommen hatte.

Der Verbraucher hat entschieden, nur welcher?

Das ZDF lies sowohl „Biomare“-Geschäftsführer Malte Reupert als auch den Betreiber der Spreewälder Hirsemühle und AfD-Mann Jan Plessow zu Wort kommen. Quasi als Vermittler zwischen den beiden warb Marcus Schilka vom Bauernbund Brandenburg dafür, die ganze Angelegenheit doch etwas tiefer zu hängen und die Verbraucher entscheiden zu lassen.

Und genau hier kommt nun Monika Lazar ins Spiel. Allerdings nicht als Bundestagsabgeordnete und Anti-Rechts-Kämpferin der Grünen, sondern als scheinbar ganz gewöhnlich „Kundin“. Als solche wird Lazar in dem ZDF-Beitrag als Beweis dafür angeführt, daß die Kunden des Leipziger Bio-Supermarkts hinter der Entscheidung stünden, die Hirse des AfD-Politikers nicht mehr anzubieten. Wenn die Hirse noch im Sortiment gelistet wäre, würde sie Gefahr laufen, diese aus Versehen zu kaufen, erläutert die Kundin Lazar. Deshalb sei es gut, daß das Produkt nicht mehr angeboten würde. Denn „AfD-Hirse“, betont die Undercover-Abgeordnete, „will ich nicht essen“. (krk)

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