Polizeigewerkschafter Wendt gibt Merkel Mitschuld an islamistischer Gefahr in Deutschland

Von Jan Schneider | Der LKW-Anschlag in Limburg wirft weitere Fragen auf. In dem hessischen Campingort ist Montagabend ein 30-jähriger Syrer mit einem gestohlenen Lastkraftwagen in mehrere PKW gefahren und hatte dabei 8 Menschen zum Teil schwer verletzt. Nun verdichten sich die Anzeichen, dass doch ein terroristischer Hintergrund, zunächst von den Behörden ausgeschlossen, vorlag. Natürlich trudeln wieder die üblichen Aussagen ein: ,,Wartet doch erstmal die Ermittlungen ab“ , ,,Alles Einzelfälle“ oder ,,Wir dürfen nicht alle Ausländer über einen Kamm schären“ , wohingegen bei rechtsradikalen Anschlägen das Problem wieder einmal aufgebauscht wird, aber darum soll es hier nicht gehen. 

Rainer Wendt, Chef der deutschen Polizegesellschaft, gab dem russischen Staatssender “Sputnik” ein Interview, indem er Angela Merkels verfehlte Migrationspolitik kritisierte. Der Täter in Limburg soll zwar ein Einzeltäter ohne Kontakte zur islamistischen Szene gewesen sein, dementsprechend sei der Anschlag nicht zu verhindern gewesen, so Wendt. Dennoch: ,,Wenn wir noch jeden Tag Menschen nach Europa lassen ohne Einreisepapiere, dann müssen wir uns nicht wundern, dass die Terrorgefahr wächst. (…) Das kann nicht sein, dass Menschen auf Kommunen verteilt werden, Sozialleistungen beziehen und dann vom Radar verschwinden, ohne dass wir wissen, um wen es sich handelt“. Merkels ,,Wir-schaffen-das-Politik” sei eine Fehleinschätzung gewesen. 

Des weiteren bemängelte der bekannte Gewerkschafter die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen europäischen Staaten, sowie die technischen Vorraussetzungen, welche den Anforderungen der Zeit nicht gewachsen seien. Der Fall des wegen Sexualdelikten und Diebstahls vorbestraften Syrers bringt das Problem wieder ans Tageslicht. Es ist wohl leider nur eine Frage der Zeit bis zum nächsten Einzelfall.

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