Der Troll ist Schuld

Ein „polizeibekannter“ Araber kapert in Limburg einen LKW und rast ungebremst in einen Stau in der Innenstadt. Acht Verletzte. Hm, was könnte das gewesen sein? Auf jeden Fall ein „Vorfall“, vielleicht sogar ein „Unfall mit Absicht“. In den sozialen Medien wird Eins (Berlin Breitscheidplatz) und Eins (Limburg City) zusammengezählt, aber die Polizei, die noch zählen muss, warnt: „Trolle oder wilde Spekulationen braucht niemand.“ Bevor wir zu den „wilden Spekulationen“ kommen ­­– was ist ein Troll? Eigentlich ein „dämonisches Wesen, das männlich oder weiblich sein, die Gestalt eines Riesen oder eines Zwergs haben kann“, im Internetzeitalter zudem „eine Person, die ihre Kommunikation im Internet auf Beiträge beschränkt, die auf emotionale Provokation anderer Gesprächsteilnehmer zielen“. Und das bringt uns zu Horst, unserem Innentroll. Der sagte doch tatsächlich: „Die abstrakte Gefahr eines Anschlages ist weiterhin hoch, aber nicht nur durch islamistischen Terror, sondern auch durch Terror von rechts.“ Terror von rechts, nachdem ein Syrer, der 2015 mit Merkel-Passierschein nach Allemanda einreiste, einen „Unfall“ verursachte? Wenn das kein Beitrag ist, der auf emotionale Provokation anderer Gesprächsteilnehmer zielt, dann wissen wir es auch nicht. Nun zu den „wilden Spekulationen“. Für den Spiegel ist es eine „mutmaßliche“ Lastwagen-Attacke, denn bei Einmann zu Hause wurden keine Waffen und kein einschlägiges Propagandamaterial gefunden (wie etwa beim NSU). Für die Tagesschau (online – die TV-Show sehen wir uns nicht an) „schwebt die Frage über dem Fall“: „Terror oder Amok? Fest steht, bei dem nach der Tat festgenommenen Mann handelt es sich um einen 32-jährigen Syrer, der 2015 nach Deutschland kam.“ „Laut Medienberichten“, so die […]

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