Sonntagsfrage: schwere Verluste für die Grünen

Wäre am letzten Sonntag Bundestagswahl gewesen, so wäre es eng für die bereits jetzt aktuell gefeierte neue Regierungskoalition aus Union und Grünen geworden. Zwar konnten CDU/CSU den Wert der vorherigen Umfrage halten (27 Prozent), aber die Grünen als hoch gehandelter neuer Koalitionspartner verzeichnen herbe Verluste. Für sie geht es um satte sechs Punkte auf 21 Prozent runter.
Der aktuelle Regierungspartner der Union, die SPD, schwächelt weiter und kommt über 13 Prozentpunkte nicht hinaus. Das reicht keinesfalls für eine Regierungsbeteiligung in einer Zweier-Koalition. Die SPD könnte bestenfalls Mehrheitsbeschaffer in einem Dreier-Bündnis werden; wobei es den aktuellen Umfragen zufolge für Grün-Rot-Rot vorne und hinten nicht reicht. Die Postkommunisten tragen ihrerseits gerade einmal neun Prozentpunkte zu einem solchen Bündnis bei, können also nur mit einem einzigen Prozentpunkt Zuwachs von der Schwäche der Grünen profitieren.
Das gilt auch für die FDP, die in der aktuellen Umfrage ebenfalls einen Prozentpunkt hinzugewinnt und auch auf neun Prozentpunkte kommt. Der Einzug in den Bundestag wäre somit auch wieder klar geschafft. Und so ergibt sich eine theoretische Option der Regierungsbildung, die aber wirklich nur mathematisch besteht.
Denn die AfD kann ihren Höhenflug bei stabilen 16 Prozent weiter fortsetzen. Mathematisch, also rein theoretisch, gäbe es eine Mehrheit für eine Bahamas-Koalition aus schwarz, blau und gelb. Allerdings wird das wohl dauerhaft reine Theorie bleiben.

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