Kannibalismus für das Klima?

Von Max Roland | Der Klimawandel, Pardon, die Klimakrise… oder doch Klimakatastrophe? Egal, fest steht nur: Das wird uns töten. Ganz sicher. In 12 Jahren, Nein, 16 Monaten wird’s zu Ende gehen mit der Menschheit. Doch unsere Spezies befindet sich, geführt von einem Messias mit Zöpfen, in einem heroischen Überlebenskampf.

Dieser wird derweil mit neuesten Ideen beglückt. In der „New York Post“ durfte ich  einen Vorschlag aus der Wissenschaft lesen: Man solle Menschenfleisch essen, um den Klimawandel zu bekämpfen. Da die Landwirtschaft der Klima-Killer Nr. 1 ist (zusammen mit SUVs, Kindern, der Kohlekraft und vielen weiteren Dingen, aber ich schweife ab), muss da natürlich was getan werden: Klima-Kannibalismus ist die Antwort. „Frying Friends for future“ hätte ich es genannt, aber mich fragt ja keiner. Die Idee finde ich jedoch klasse: So tut man was gegen Überbevölkerung und gleichzeitig gegen die Massentierhaltung.  Außerdem wird so der Multikulturalismus gefördert, indem wir Kulturen mit anderen Essgewohnheiten nicht länger stigmatisieren. Endlich Schluss mit diesem westlichen Imperialismus, der sich anmaßt, andere Völker zu verurteilen, weil sie Kannibalismus praktizieren.

Ich hoffe ja, dass dieses Konzept bald ausgereift ist und an den Start geht. Wie wäre es denn, aus dem ganzen ein Wettbewerb zu machen? Wie bei „Die Tribute von Panem“ veranstalten wir dann im großen Stil „Hunger Games“ – und nehmen den Titel tatsächlich wörtlich. Bis das Konzept realisiert ist, können wir ja alle „Klimaleugner“ erfassen, in Lager bringen und zur Versorgung ihrer Mitmenschen heranziehen. Wie wollen wir sonst entscheiden, wer gegessen wird?  Verspeisen wir die SUV-Fahrer zuerst? Oder die alten, weißen Männer? Nee, altes Fleisch ist immer so zäh. Also lieber die jungen, weißen Männer – bevor die noch zu problematischen alten, weißen Männern werden? Ich weiß es nicht. Werden die Klima-Aktivisten sich vielleicht selbst opfern? Gibt es bald Luisa-Neuburger? Wird aus einem Thunfischsalat ein Thunbergsalat? Ich will es doch nicht hoffen. Immerhin werden die jungen Damen benötigt, um weiter die gute Sache zu propagieren. 

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