Kritik an Demokratinnen Trump legt nach

»Ich glaube nicht, dass die vier Kongressabgeordneten in der Lage sind, unser Land zu lieben«: US-Präsident Donald Trump bleibt bei seiner Kritik an vier ultralinken US-Kongressabgeordneten

US-Präsident Donald Trump hat in der Kontroverse um die vier weiblichen demokratischen Abgeordneten seine Ansichten nochmals konkretisiert. Auf dem Kurznachrichtendienst ›Twitter‹ zeigte er sich überzeugt davon, dass die Frauen die Vereinigten Staaten nicht lieben können.

»Ich glaube nicht, dass die vier Kongressabgeordneten in der Lage sind, unser Land zu lieben«, schrieb der US-Präsident am Sonntag auf ›Twitter‹. Die Frauen zerstörten die Demokratische Partei, als »schwache und unsichere Menschen« könnten sie Amerika aber niemals zerstören, so Trump weiter. Er forderte eine Entschuldigung »bei Amerika (und Israel) für die schrecklichen (hasserfüllten) Dinge, die sie gesagt haben«.

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Der demokratische Abgeordnete Elijah Cummings verurteilte die Aussage Trumps als erneuten »Angriff«. Er habe »keinen Zweifel« daran, dass Trump ein Rassist sei. »Das sind Menschen und Frauen, die ihr Land lieben«, so Cummings Überzeugung. US-Senator Cory Booker, der für die Demokraten die Nominierung als Präsidentschaftskandidat anstrebt, sagte beim linkspolitisch ausgerichteten Sender ›CNN‹, dass Trump »schlimmer als ein Rassist« sei.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte sich bereits in der vergangenen Woche in die inneren Angelegenheiten Amerikas eingemischt und Trumps Aussagen öffentlich harsch verurteilt. »Ich distanziere mich davon entschieden«, so Merkel, die – vom deutschen Mainstream dafür bejubelt – betonte, dass sie solidarisch mit den betroffenen Frauen sei.

Der US-amerikanische Präsident hatte die vier Demokratinnen in den vergangenen Tagen aufgefordert, in ihre »Heimatländer mit ihren korrupten Regierungen zurückzugehen und zu helfen, diese aufzubauen, wenn es ihnen in den USA nicht gefalle«. Die Demokraten warfen ihm daraufhin Rassismus vor. Die vier Politikerinnen mit Migrationshintergrund besitzen die US-Staatsbürgerschaft. Alexandria Ocasio-Cortez ist puerto-ricanischer Abstammung, geboren in New York; die Muslima Rashida Tlaib ist Tochter palästinensischer Einwanderer, geboren in Detroit; Ayanna Pressley ist Afroamerikanerin, geboren in Chicago. Ilhan Omar kam in Somalia auf die Welt und wurde mit 17 Jahren in den USA eingebürgert. Die bekennende 36- oder 37-jährige Muslima gehört zum ultralinken Flügel ihrer Partei und geriet selbst in den eigenen Reihen in die Kritik, da sie antisemitische Phrasen wiederholte. So unterstellte sie auf ›Twitter‹, dass die israelfreundliche Haltung in den USA auf Spenden einer proisraelischen Lobbygruppe zurückgehe. Die muslimische Abgeordnete entschuldigte sich auf Druck aus den Reihen für ihre Aussage, nur um dann kurze Zeit später auch ihren Parteifreunden vorzuwerfen, mit ihrer Unterstützung Israels »einem fremden Land die Treue geschworen zu haben«. Immer wieder wurde der Vorwurf laut, Omar unterstütze die israelfeindliche BDS-Bewegung, die für Boykott, Desinvestitionen und Sanktionen gegen Israel steht.

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