Selbst SPD-Wähler haben große Vorbehalte gegen Kevin Kühnert als SPD-Chef

Findet derzeit auch unter Genossen keine Mehrheit: Jusos-Chef und Studienabbrecher Kevin Kühnert (SPD)

Bezüglich der Nahles-Nachfolge ist sich die SPD keineswegs einig. Auch in der Frage, ob der Jungsozialisten-Chef Kevin Kühnert Nahles nachfolgen könnte, ist die SPD mehr als gespalten. Eine Umfrage verdeutlicht, dass es für die SPD nicht einfach werden wird, die Nachfolge des SPD-Vorsitzes zu regeln.

Nach der herben Niederlage bei der EU-Wahl und dem Aus von Parteichefin Andrea Nahles werden die Rufe nach Jusos-Chef Kevin Kühnert lauter. Ob der politisch weit linksstehende 29-jährige Kühnert, bar jeglicher Berufserfahrung außerhalb der Partei, der neue Hoffnungsträger sein wird, der die SPD aus der Existenzkrise führen kann, scheint mehr als fraglich.

Das Meinungsforschungsinstitut »Civey« hat im Auftrag von ›Spiegel Online‹ die Deutschen nach ihrer Meinung zu Kühnert als Kandidat für den SPD-Vorsitz gefragt. Das Ergebnis: Rund 62 Prozent stimmten mit »Nein« oder »Eher Nein«. Nur fast 28 Prozent der Befragten können sich Kühnert als Kandidat für die SPD-Spitze vorstellen.

Auffällig ist: Selbst SPD-Anhänger sind in Bezug auf eine Kühnert-Kandidatur gespalten. Mit 48 Prozent lehnt die Mehrheit den Jusos-Chef als Kandidat für das höchste Parteiamt ab. 42,5 Prozent sehen ihn als geeigneten Kandidaten.

Bundestagsvizepräsident Thomas Oppermann (SPD) sagte dem ›Tagesspiegel‹, er halte Jusos-Chef Kühnert »in zehn Jahren« für einen geeigneten SPD-Chef. Er nannte Arbeitsminister Hubertus Heil, Familienministerin Franziska Giffey und Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil als geeignete Kandidaten für die Nahles-Nachfolge.

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