Homosexuelle Männer verdienen angeblich weniger

Natürlich kann der Grund für das geringere Verdienst nur an der sexuellen Orientierung liegen, geben sich die Autoren der OECD-Studie überzeugt. Da man nun auf dem weiten Acker gesellschaftlicher Benachteiligungen ein neues Betätigungsfeld ausgemacht hat, können die Empfehlungen der globalen Diskriminierungs-Detektei OECD so zahlreich wie ungefragt fließen: Sämtliche Erhebungen mit dem Ziel, Diskriminierungen zutage zu fördern, sollen die sexuelle Orientierung standardmäßig abfragen. Besonders Deutschland empfiehlt die OECD, sich in dieser Hinsicht einen intensiveren Blick in die Unterhose anzueignen. Weitere Maßnahmen sollen sein, mehr Aufklärungskampagnen in den Schulunterricht zu implementieren, Trainings für Personal-Mitarbeiter durchzuführen und selbstverständlich – Gesetze zum Abbau von Diskriminierungen einzuführen.
Explizite Ursachenforschung für den Gehaltsunterschied werden nicht betrieben. Die Tatsache, daß in einem Land wie Deutschland überdurchschnittlich oft die Tarifgebundenheit über die Gehaltshöhe entscheidet, wird in der Studie nicht berücksichtigt. Auch daß der Zusammenhang zwischer Homosexualität und Gehalt ein subjektiv konstruierter ist, stört die Autoren der Studie nicht: Die Erfahrung, daß im Einstellungsgespräch die Frage nach der sexuellen Orientierung gestellt wurde, werden die wenigsten gemacht haben. Es sei denn, Homosexualität war eine der Voraussetzungen für den Arbeitsplatz.
Ein weiteres Detail der Studie wird hingegen kaum thematisiert: Der Umstand nämlich, daß lesbische Frauen im Schnitt vier Prozent mehr verdienen als ihre heterosexuellen Kolleginnen. Dieses offenbar nicht genehme Ergebnis wird von der OECD bezeichnenderweise nicht als Diskriminierungstatbestand identifiziert. Die Organisation muss natürlich ihre Klientel bedienen – und zu der gehören ganz gewiß keine berufstätigen Mütter.
Gastbeitrag der Initiative Familien-Schutz

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