Brexit wird jetzt wohl verschoben werden

Liegt es am System? An der Art, wie im Unterhaus Probleme angegangen werden? An den Anti-Brexit-NGOs? Oder an einzelnen sturköpfigen Parlamentariern, die ständig Beschlüsse blockieren?
Das Unterhaus konnte sich nicht auf einen Modus zum Brexit einigen. Also hat man sich nun entschieden, den Brexit zu verschieben, um Zeit zu gewinnen [siehe Berichte »t-online«, »Focus-Online«]. Doch selbst das ist ein Problem. Denn auch auf die Art und Weise, wie der Brexit verschoben werden soll, muss man sich erstmal einigen.
Jedenfalls haben die Abgeordneten sich wenigstens mit einem Stimmenverhältnis von 412 zu 202 darauf einigen können, die EU um eine Verschiebung des Brexit zu bitten.
Ob dem stattgegeben wird, entscheidet nicht Großbritannien allein. Alle anderen EU-Staaten müssen dem zustimmen. Aber warum sollte sich jemand dagegen aussprechen? Die Brexit-Befürworter wollen den Briten aus der Misere helfen und die Brexit-Gegner hoffen auf eine Umkehr des ganzen Prozesses.
Nach wie vor gibt es verschiedene Optionen: langfristig verschobener Austritt, kurzfristig verschobener Austritt, Austritt ohne Abkommen (No-Deal-Brexit), Austritt mit Abkommen, Austritt auf Raten, kein Austritt oder neues Referendum. Am Mittwoch, den 20. März, will das Unterhaus erneut über einen Deal abstimmen.

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