Geniestreich verhindert Punktgewinn

Foto: Sportfoto Zink
Der Club überzeugte einmal mehr mit einer kämpferischen Leistung, Punkte brachte dies aber auch in Hoffenheim keine ein. Matchwinner der TSG: Andrej Kramaric mit einem Doppelpack. Kapitän Hanno Behrens glich zwischenzeitig aus.

  • Highlights 1. Halbzeit:

4. Minute: Entspannte Anfangsphasen sind den Club-Fans in dieser Saisonphase wohl nicht gegönnt. Keine vier Minuten sind gespielt, da zeigt Schiedsrichter Christian Dingert auf den Elfmeterpunkt im FCN-Strafraum. Ewerton soll Kramaric gefoult haben. Nach Ansicht der Bilder wird aber klar: Schwalbe des TSG-Angreifers.
9. Minute: Den ersten Abschluss des Spiels hat der FCN! Löwen zieht vor dem Strafraum ab, Baumann kann den strammen Schuss nur zur Seite abwehren. Behrens rauscht heran, will Kerk bedienen – Vogt entschärft!
11. Minute: Die TSG jetzt mit der ersten Chance, Belfodil kommt über Umwege zum Kopfball, der Versuch des Algeriers geht aber am linken Pfosten vorbei.
25. Minute: Elfmeter für die TSG Hoffenheim. Diesmal ist sich Referee Dingert sicherer, zeigt nach einem vermeintlichen Handspiel von Erras erneut auf den Punkt. Eine schwierige Entscheidung, der Arm ist an sich angelegt. Kann man pfeifen, muss man aber nicht. Diesmal kann Kramaric antreten, der Kroate versenkt links unten.
34. Minute: Mit der Führung im Rücken drängt Hoffenheim nun auf das 2:0. Nach einem gescheiterten Klärungsversuch kommt Grillitsch zum Schuss, Mathenia wehrt ab. Eine Minute zuvor parierte der FCN-Schlussmann stark gegen Belfodil.
43. Minute: Kurz vor der Pause die Monsterchance für die Gastgeber. Schulz tankt sich auf der linken Seite durch, flankt präzise auf Kaderabek. Der hat nur noch den leeren Kasten vor sich, schießt aber aus fünf Metern weit am Gehäuse vorbei. Riesenglück für den FCN! 

  • Highlights 2. Halbzeit:

54. Minute: Der Club kommt besser aus der Pause, traut sich in der Offensive mehr zu. Zwingendes kommt dabei aber nicht heraus, Ishaks Schuss aus spitzem Winkel stellt TSG-Keeper Baumann vor keinerlei Probleme.
61. Minute: TOOOR FÜR DEN 1. FC NÜRNBERG! Ganz bisschen lag es in der Luft, jetzt ist es passiert: Kubo dringt auf der linken Seite vor, bedient Ishak im Strafraum. Der macht die Kugel fest, serviert dann mustergültig für seinen Kapitän. Behrens zieht mit links ab, Baumann ist noch mit den Fingerspitzen dran, ehe die Kugel über die Linie kullert.
70. Minute: Die Partie findet überwiegend zwischen den Strafräumen statt, Torchancen gibt es in dieser Phase des Spiels keine.
75. Minute: Bauer schickt Behrens mit einem Einwurf auf die Reise. Der Spielführer flankt in die Mitte, dort probiert es Kubo mit der Hacke – ohne Erfolg. Schlimmer noch: Hoffenheim kontert blitzschnell. Am Ende kommt Bittencourt zum Abschluss, der aus zentraler Position über den Querbalken schießt.
78. Minute: Tor für die TSG Hoffenheim. Was Kubo kurz zuvor missglückte, vollzog Kramaric gekonnter. Der Kroate bekommt am Fünfmeterraum das entscheidende Zuspiel, vollendet anschließend per Hacke, tunnelt dabei sogar noch Mathenia. Unfassbar ärgerlich.
90. Minute: Doch nochmal eine Chance für den Club – und was für eine! Aus der identischen Position vom Ausgleich zieht Behrens erneut mit links ab, diesmal fliegt der Ball aber knapp am Pfosten vorbei.

  • Fazit:

Der Club startete ebenbürtig, machte Hoffenheim das Leben vor allem in der Anfangsphase schwer. Knackpunkt des ersten Durchgangs: Der knifflige Handelfmeter gegen Patrick Erras und den FCN. Nach der Führung rissen die Gastgeber das Spiel vollkommen an sich, verpassten es jedoch nachzulegen.
Das kam dem FCN zugute, der mutig in den zweiten Durchgang ging und sogar zu Tormöglichkeiten kam, Hoffenheim schaltete allerdings auch einen Gang zurück. Das bestrafte Kapitän Hanno Behrens mit dem zu diesem Zeitpunkt verdienten Ausgleich.
Durch die neue Spielsituation merkte man der TSG an, dass sie die erneute Führung wollte, lange Zeit aber kein Mittel fand, die wacker kämpfende Club-Defensive zu knacken. Dies war schließlich eine Viertelstunde vor Schluss Angreifer Kramaric vorbehalten, der Mathenia mit einem Geniestreich überwand und seinen Farben so den Heimsieg bescherte.

  • Personal:

Cheftrainer Boris Schommers setzte auch vor dem Auswärtsspiel bei der TSG auf Kontinuität, veränderte die Startelf auf keiner Position. Auf der Bank musste der Club-Coach jedoch reagieren, Misidjan fiel verletzt aus. Für den Niederländer rückte Timothy Tillman in den Kader. 
Die identische Elf blieb auch bei der identischen taktischen Aufstellung. Der Club formierte sich im 4-3-3, Erras startete im defensiven Mittelfeld, Ishak als einzige Spitze. Kubo und Kerk bekleideten die Außenpositionen, letzterer musste allerdings bereits vor der Pause vom Platz. Nach einem Ellbogenschlag verließ Kerk den Platz, Bauer ersetzte die Nummer zehn (38.). Im zweiten Durchgang musste Schommers ein zweites Mal verletzungsbedingt wechseln: Diesmal erwischte es Valentini, für ihn kam Tillman in die Partie (51.). Eine Viertelstunde vor dem Ende der dritte Wechsel: Jäger kam für Kubo.

  • Sonstiges:

Für den verletzten Enrico Valentini eingewechselt, feierte Timothy Tillman in der 51. Spielminute sein Bundesliga-Debüt. Tim Leibold sah seine fünfte gelbe Karte, wird somit nächste Woche Sonntag in Frankfurt fehlen.

  • Statistik:
TSG Hoffenheim 1. FC Nürnberg
Ballbesitz in %
Torschüsse
Ecken
Passquote in %
Zweikampfquote in %

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