Berlinale: »Antifa« greift jüdischen Holocaust-Filmbesucher an

»Antifa«-Opfer: Einer der attackierten Kinobesucher erlitt eine Platzwunde am Kopf

Am Sonntagabend lauerte die linksextremistische »Antifa« vier Mitgliedern der Jungen Alternative Berlin (JA) auf dem Weg in den Film »Das Geheimarchiv vom Warschauer Ghetto« auf und attackierte sie tätlich. Zwei Kinobesucher wurden verletzt, ein jüdisches JA-Mitglied musste fliehen.

Berlinale-Chef Dieter Kosslick hatte Mitglieder der AfD aufgefordert, den Film über das Warschauer Ghetto der kalifornischen Filmemacherin Roberta Grossmann zu besuchen. Als Begründung hatte Kosslick Alexander Gauland falsch zitiert und seine »Einladung« an die AfD zweideutig kommentiert: »Und wenn sie dann noch sagen, das ist ein Fliegenschiss, dann muss ich sagen, sollte vielleicht jemand anderes einschreiten als die Filmemacher.«

Nun ist tatsächlich jemand »eingeschritten«. Vadim Derksen von der JA Berlin schildert dem ›Deutschland-Kurier‹ die Vorgänge als Betroffener:

»Wir sind gegen 22 Uhr vom Alexanderplatz Richtung Kino International gelaufen, das sind 700 Meter direkt an der Karl-Marx-Allee entlang. Etwa 50 Meter vor dem Kino kamen dann 5 bis 7 Vermummte aus dem Gebüsch gesprungen, als wenn sie uns erwartet hätten, und haben sofort ohne zu zögern zugeschlagen. Sie hatten ein Weinglas dabei, das haben sie zerschlagen und haben mit dem Glasstil auf uns eingeschlagen. Sie haben mich durch mein Sakko hindurch in den Oberarm gestochen. Ich habe erst zuhause gemerkt, dass ich blute.«

Unklar ist, wie die Linksextremisten die jungen Kinobesucher als AfD-Mitglieder identifizieren konnten. Ein Parteiabzeichen oder Ähnliches hat keiner von ihnen getragen. Auf Vadim Derksen wirkte »alles sehr durchdacht«. Dem ›Deutschland-Kurier‹ sagt Derksen: »Ich frage mich, woher sie wussten, dass wir aus der Richtung kommen. Aber vielleicht saßen auf der anderen Seite auch noch Leute. Sie haben nur ›Scheiß Nazis!‹ gerufen und zugeschlagen. Dann sind sie ganz schnell abgehauen. Der Kollege mit der Platzwunde am Kopf musste dann vom Krankenwagen versorgt werden. Die Polizei ermittelt auch wegen schwerer Körperverletzung. Es war nicht, wie die FAZ schreibt, ein ›kleiner Zwischenfall‹, sondern ein direkter Angriff.«

Besonders verstörend findet Derksen die Tatsache, dass unter den Attackierten ein jüdisches AfD-Mitglied war. Die jungen AfDler begrüßen die Thematisierung des Antisemitismus-Problems in Berlin und bieten Berlinale-Chef Kosslick ihre Hilfe an, den Film in Neukölln oder Kreuzberg zu zeigen, den Stadtbezirken mit hohem Anteil muslimischer Bevölkerung.

An den Berlinale-Chef und auch an die Angreifer machen die JA-Mitglieder »ein ganz klares Gesprächsangebot«, so Derksen: »Wir sind nicht die, die schlagen wollen, wir wollen gerne endlich mal ›inhaltlich gestellt‹ werden.«

Wie um die Opfer zu verhöhnen, lautete die dpa-Meldung, die von allen Mainstream-Medien übernommen wurde: »Nur sechs AfD-Mitglieder besuchen Film über Warschauer Ghetto.«

Auf Anfrage des Deutschland-Kuriers‹ an Dieter Kosslick, wie er den Angriff auf die AfD-Mitglieder, die ja immerhin auf seine ausdrückliche Einladung gekommen waren, bewerte, antwortete ein Berlinale-Mitarbeiter ausweichend, dass man »besondere Sicherheitsmaßnahmen« geplant habe und »grundsätzlich jegliche Gewalt« verurteile.

Der AfD-Bundestagsabgeordnete Petr Bystron, der nur wenige Gehminuten vom Tatort entfernt war und dem Angriff damit knapp entging, verurteilte die »Antifa«-Attacke aufs Schärfste: »Dieser Überfall steht stellvertretend für die Situation in Merkel-Deutschland des Jahres 2019. Die Mitglieder der jüngsten und erfolgreichsten Partei der Nachkriegsgeschichte werden diffamiert, gesellschaftlich ausgegrenzt und auf offener Straße zusammengeschlagen. Die alten Medien transportieren bereitwillig diese Hetze und befeuern somit ein Klima des Hasses und der immer tieferen Spaltung der Gesellschaft.«

Scharfe Kritik übt Bystron auch an Berlinale-Chef Dieter Kosslick. Dieser sei »ein Paradebeispiel eines Mitglieds eines völlig abgehobenen Alt-68er-Establishments. Er hat sich auf Kosten der AfD profiliert und dabei die Anti-AfD-Hetze befeuert. Er trägt direkte Mitschuld an dem Überfall«, so Bystron.

»Die Berichterstattung über den Vorfall ist ein weiterer Beweis für die Einseitigkeit der Medien«, so Bystron weiter. »Der Autor der dpa-Meldung schafft es innerhalb von zwei aufeinanderfolgenden Sätzen zu behaupten, es gab in und vor dem Kino ›keine besonderen Vorkommnisse‹. In der Nähe seien ›allerdings mehrere Parteimitglieder attackiert‹ worden.«

Zu dem Vorfall äußert sich auch der Vorsitzende der JA Berlin David Christopher Eckert: »Die JA Berlin ist der Einladung von Dieter Kosslick gerne gefolgt, um ein Zeichen gegen Antisemitismus zu setzen und den Dialog zu fördern. Dass es für AfD-Mitglieder inzwischen nicht mehr möglich ist, unverletzt einem Kinobesuch nachzugehen, ist eine gefährliche Entwicklung. Gestern Abend wurden mitten in Berlin politisch Andersdenkende und Juden gejagt, attackiert und verletzt. Dass die Berlinale und die Berliner Polizei nicht dazu in der Lage war, uns eine sichere Teilnahme zu ermöglichen, offenbart, wie gewaltbereite Linksextreme inzwischen das Berliner Straßenbild prägen. Wir verurteilen die Gewalt aufs Schärfste und fordern die Politik sowie unsere Sicherheitsbehörden dazu auf, dem Linksextremismus endlich den Kampf anzusagen. Die Sicherheit der Bürger Berlins darf nicht dem Faustrecht der Straße weichen.«

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