Brasilien: Liberal-konservativer Kandidat Jair Bolsonaro hat gute Chancen auf das Präsidentschaftsamt

Im ersten Wahlgang hat der Kandidat der liberal-konservativen Partei »PSL«, Jair Bolsonaro, 46 Prozent der Stimmen erhalten. Sein Gegner Fernando Haddad von der sozialistischen Arbeiter-Partei »PT« und zugleich Nachfolger von Lula da Silva hat 29 Prozent der Stimmen bekommen. Hätte Jair Bolsonaro nur 4 oder 5 Prozent mehr gekommen, wäre er gleich zum Präsidenten ernannt worden, ohne zweiten Wahlgang. Im Südosten des Landes hätte er schon gewonnen. Dort hätte er schon mehr als die Hälfte der Stimmen für sich.
Die Prognosen vor der Wahl lagen vollständig falsch. Jair Bolsonaro wurden weitaus weniger Chancen eingeräumt. So kam das Ergebnis dann doch überraschend. Es ist aber auch anzunehmen, dass die sogenannten Prognosen Stimmung gegen die Konservativen machen sollten.
Momentan pendeln sich die neuen Prognosen für den zweiten Wahlgang folgendermaßen ein: Für Bolsonaro könnten es deutlich über 50 Prozent sein (aktuelle Schätzung liegt bei 58) sein, für Haddad unter 50 Prozent (aktuelle Schätzung liegt 42 Prozent). Angesichts der Fehleinschätzungen der alten Prognosen für den ersten Wahlgang, ist es gut möglich, dass auch im zweiten Wahlgang Bolsonaro noch viel mehr Stimmen erhält — es könnten am Ende womöglich mehr als 60 Prozent sein. Das wäre für Brasilien eine Zeitenwende — und die linke internationale Presse würde vor Wut gegen ihn schäumen wie bei der Wahl von Donald Trump in den USA.
Dann würde Brasilien eine konservative Wende erleben. Vor allen Dingen würde die Korruption bekämpft werden. Linke Projekte (Abtreibung, Hilfe für kommunistische Regime, usw.) wurden dann eingeschränkt werden. Außerdem will man stärker gegen die Kriminalität vorgehen und verschuldete Staatsunternehmen privatisieren, um weitere sozialistische Misswirtschaft zu verhindern.

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