Corona im Kopf

Nicht überall, wo SPD drin ist, steht auch SPD drauf. Das müssen wir vorwegschicken, weil wir mit einem Beitrag des Redaktionsnetzwerks Deutschland* beginnen, das viele, viele Tageszeitungen mit ihren Werken bereichert, deren Leser wiederum kaum wissen dürften, aus welcher geistigen Werkstatt solche Werke stammen. Der Artikel „Gefährliche Fehlinformationen: Corona-Verschwörungstheorien sind schwer einzudämmen“ hätte auch vom SPD-Gesundheitsapostel Karl Lauterbach stammen können. Er ist garniert mit Erkenntnissen wie „Die vielen Fehlinformationen und Verschwörungstheorien über die Pandemie halten sich weiter hartnäckig – egal, was die Fakten besagen“ oder „Die Verschwörungstheorien können zu einer echten Gefahr werden, warnen Experten“. Nun wollen wir nicht wiederholen, was andere Experten (z.B. dieser) sagen, oder was Statistiken über Corona-Sterblichkeit und – Krankenhausfälle eben nicht besagen – wir verweisen einfach mal auf unseren Horst, der im Innenministerium über uns wacht. In drei Szenarien hatten Horstis Experten schon im März aufgeschrieben, was uns eigentlich hätte passieren sollen: Im schlimmsten Fall wären inzwischen „knapp 1,2 Millionen Menschen in Deutschland durch das Corona-Virus“ gestorben. Im zweitbesten Fall wären nun 220.000 Menschen tot. Und im besten Fall wären lediglich 12.000 Tote zu beklagen. Der beste Fall tritt aber nur ein, wenn getestet wird wie der Teufel, großflächig Quarantänen verhängt werden und die Menschen in panischer Angst zuhause bleiben. Und dazu braucht’s die Pressbengels. Die müssten, so forderten Horstis Experten, „die Gefahren stärker betonen als bisher geschehen“: „Um die gewünschte Schockwirkung zu erzielen, müssen die konkreten Auswirkungen einer Durchseuchung auf die menschliche Gesellschaft verdeutlicht werden.“ Zusätzlich schmackhaft gemacht wird den Pressbengels die Panikberichterstattung durch großzügige Anzeigenschaltungen bei den Presseverlegern. […]

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