Zunahme weiblicher Genitalverstümmelungen in Deutschland

In großen Teilen des nördlichen Afrika, besonders auch in den Nil-Ländern, aber auch in Südwestasien (zum Beispiel im Jemen) oder Südostasien (Muslime in Malaysia oder Indonesien) ist die weibliche Beschneidung noch weit verbreitet. Dabei werden Teile der weiblichen Klitoris, manchmal auch der Schamlippen entweder entfernt oder beschnitten.
Die weibliche Genitalverstümmelung hat in den nordafrikanischen Ländern eine Jahrtausende alte Tradition, die auf die vor-islamische Zeit zurückgeht. Menschenrechtler und Mediziner sowie zahlreiche Menschenrechtsorganisationen warnen seit Jahrzehnten vor den oft traumatischen Erfahrungen vieler Mädchen und zahlreichen gesundheitlichen Komplikationen. Weltweit gibt es mehr als 200 Millionen beschnittene Frauen und Mädchen.
Wie jüngste Erhebungen zeigen, hat die Zahl der weiblichen Genitalbeschneidung auch in Deutschland zugenommen [siehe Bericht »RT«]. Nach Angaben des Bundesfamilienministeriums soll die Zahl in den letzten drei Jahren um 44 Prozent zugenommen haben. Rund 15.000 Mädchen sind von solchen Eingriffen bedroht.
Der Grund für diesen Anstieg ist die Zuwanderung aus dem entsprechenden Kulturkreisen, in denen die verschiedenen Beschneidungsformen der weiblichen Genitalien noch verbreitet sind. Auf diese Weise breitet sich auch in Deutschland diese Praxis aus.

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