Danke, Herr Spahn: Ärzte erwarten Entscheidungen über Leben und Tod

Der Totalversager Jens Spahn (CDU) hat zu verantworten, dass wohl auch deutsche Ärzte über Leben oder Tod entscheiden müssen, weil absehbar Beatmungsgeräte für schwerstkranke Corona-Infizierte fehlen.

Intensivstationen und Beatmungsgeräte werden in absehbarer Zeit knapp

Die deutschen Ärzte stellen sich jedenfalls darauf ein, Entscheidungen über Leben und Tod treffen zu müssen, wenn wegen eines möglichen Ansturms von Corona-Patienten die Intensivkapazitäten nicht mehr ausreichen. Für diesen Fall haben sieben medizinische Fachgesellschaften bereits einen Katalog mit Handlungsempfehlungen verabschiedet, berichtet heute die ›FAZ‹.

In dem Papier mit dem Namen »Entscheidungen über die Zuteilung von Ressourcen in der Notfall- und Intensivmedizin im Kontext der Covid-19-Pandemie« heißt es, es sei »wahrscheinlich, dass auch in Deutschland in kurzer Zeit und trotz bereits erfolgter Kapazitätserhöhungen nicht mehr ausreichend intensivmedizinische Ressourcen für alle Patienten zur Verfügung stehen, die ihrer bedürfen«. Dadurch entstünden »Konflikte bei Entscheidungen über intensivmedizinische Behandlungen«, bei deren Lösung die neuen Handreichungen helfen sollen.

Die Empfehlungen legen fest, dass die medizinische Indikation und der Patientenwille für die Weiterbehandlung entscheidend seien. Eine Intensivtherapie sei dann nicht indiziert, wenn der Sterbeprozess unaufhaltsam begonnen habe, wenn die Therapie aussichtslos sei, weil keine Besserung oder Stabilisierung zu erwarten sei, oder wenn das Überleben nur bei dauerhaftem Aufenthalt auf der Intensivstation gesichert werden könne.

 

»Wenn nicht mehr alle kritisch erkrankten Patienten auf die Intensivstation aufgenommen werden können, muss analog der Triage in der Katastrophenmedizin über die Verteilung der begrenzt verfügbaren Ressourcen entschieden werden«, heißt es in dem Papier weiter.

Noch bis in die jüngste Vergangenheit zeigte sich Angela Merkels Gesundheitsminister Jens Spahn angesichts der Corona-Krise zuversichtlich. Wochenlang tönte er in den Medien, Deutschland sei »gut vorbereitet« – man habe »alles unter Kontrolle«. Es gebe ausreichend Isolierstationen und -zimmer und »die Ausstattung, die wir brauchen«.

Inzwischen wird immer klarer: Seit Wochen fehlt es Ärzten, Schwestern, Pflegern und Sanitätern an elementarem Material für ihre Arbeit. In vielen Krankenhäusern werden die Vorräte immer knapper.

Glaubt man Achim Theiler, sind an der Misere vor allem schwere Versäumnisse des Bundesgesundheitsministers schuld. Theiler ist Geschäftsführer des Buchloer Unternehmens Franz Mensch, das Hygienebekleidung, Mundschutz und Atemschutzmasken für Krankenhäuser und Ärzte herstellt und vertreibt. »Wir haben gemahnt, und keiner hat uns gehört«, sagt Theiler.

Den Satz, dass ihr Gesundheitsminister einen »tollen Job« mache, sagt nicht einmal mehr die Kanzlerin. Wie lange kann sich Deutschland in der schwersten Krise der Nachkriegszeit noch diese Totalversager in Berlin leisten?

• Weiterlesen •