Danke, Herr Spahn: Zu wenig Corona-Schutz für Polizisten!

Die Ansteckungsgefahr ist für Polizisten permanent gegeben

Das Totalversagen von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) in der Corona-Krise geht auch zulasten der öffentlichen Sicherheit: Mehrere Polizeigewerkschaften sehen die Einsatzkräfte nicht ausreichend gegen eine Corona-Ansteckung geschützt.

Fehlende Atemschutzmasken seien für die Polizei ein »Riesenproblem« – dies gelte insbesondere bei der Kontrolle und Durchsetzung der Versammlungsverbote, sagte der Vorsitzende des Bundes Deutscher Kriminalbeamter (BDK), Sebastian Fiedler, dem ›Handelsblatt‹. Viele Kollegen müssten ungeschützt in den Einsatz. Das betreffe vor allem Einsatzhundertschaften, die zu mehreren Personen in einem Fahrzeug unterwegs seien. Eine gegenseitige Ansteckung könne da nicht ausgeschlossen werden, so der BDK-Chef weiter.

Fiedler warnte, dass dies zu einem »echten Problem« werden könne. Im Saarland seien jetzt mehr als 100 Beamte der saarländischen Landespolizei vorsichtshalber wegen Corona-Verdachts in Quarantäne geschickt worden. Als weiteres Beispiel nannte der BDK-Chef den kompletten Erkennungsdienst einer deutschen Großstadt-Kripo, deren Beamte ebenfalls in Quarantäne geschickt worden seien.

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