Von wegen sicherer Krisenhafen: Warum auch Gold abstürzt

Einbruch der Rohstoffmärkte: Auch Gold bleibt von der Corona-Krise nicht verschont

Eigentlich galt bisher als Faustregel: Crashen die Börsen, steigt Gold! Doch mitten in der Corona-Krise gibt auch der Goldpreis deutlich nach. Der Grund dafür sind nach Ansicht von Marktteilnehmern massive Verkäufe durch spekulative Finanzanleger, die Verluste zum Beispiel bei Aktien und Öltermingeschäften ausgleichen müssen. Die Investoren müssen »Nachschussforderungen an anderen Märkten nachkommen«, sagt Rohstoffexperte Daniel Briesemann von der Commerzbank. In der vergangenen Woche habe Gold mit einem Minus von etwa neun Prozent den stärksten Wochenverlust seit 2011 verzeichnet. Hinzu kommt: Ölförderländer wie Saudi-Arabien leiden unter dem Rückgang der Ölpreise und müssen Goldbestände »versilbern«, damit ihre Staatshaushalte flüssig bleiben. Das drückt den Goldpreis zusätzlich.

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