Freiburg im Check: Wieder allen Erwartungen zum Trotz

Statt gegen den Abstieg spielt der SC Freiburg wieder mal entgegen aller Prognosen um die europäischen Plätze mit. Trotz bescheidener finanzieller Mittel, aber mit mannschaftlicher Geschlossenheit und viel Kontinuität. Der SC im Check vor dem Duell am Samstag (15. Februar, 15.30 Uhr). 

Kaum eine Sommerpause vergeht, ohne dass vermeintliche Experten den SC Freiburg zu den heißen Abstiegskandidaten für die kommende Spielzeit zählen. Zwar wurden vor der laufenden Saison eher andere Vereine gehandelt, dass die Breisgauer nach Rang 13 (2018/19) und 15 (2017/18) in den vergangenen beiden Spielzeiten aber oben mitmischen, hätten wohl die wenigsten gedacht.

Mit 32 Punkten rangiert Freiburg aktuell auf Platz acht, diese Ausbeute ist in der Bundesliga die drittbeste der Vereinsgeschichte und die beste seit neun Jahren. Der Vorsprung auf den Relegationsplatz beträgt stolze 15 Zähler, der Klassenerhalt ist nur noch eine Frage der Zeit. Auf Rang sechs sind es hingegen nur drei Punkte Rückstand, die erste Europapokal-Teilnahme seit 2013 scheint möglich. Zuletzt hatten sich die Breisgauer 2017 beinahe für die Europa League qualifiziert, waren aber in der Qualifikationsrunde gescheitert.

Petersen verdrängt Löw – Waldschmidt trifft bei der Rückkehr

Der Erfolg im Schwarzwald ist eng verknüpft mit Christian Streich, der die Profis seit 2011 betreut und mit großem Abstand dienstältester Trainer der Bundesliga ist. Zuvor hatte der 54-Jährige bereits viele Jahre im Nachwuchsbereich der Breisgauer gearbeitet. Streichs Mannschaft, in der Ex-Augsburger Jonathan Schmid auf der rechten Seite gesetzt ist, ist eingespielt und besticht durch mannschaftliche Geschlossenheit. Heraus ragt allerdings Angreifer Nils Petersen (acht Tore), der Torjäger löste kürzlich mit seinem wettbewerbsübergreifend 84. Treffer Joachim Löw als erfolgreichsten Freiburger aller Zeiten ab.

An Petersens Seite stürmte zuletzt in Hoffenheim (1:0) nach wochenlanger Verletzungspause wieder Luca Waldschmidt von Beginn an. Der 23-Jährige hatte bei der U21-EM im vergangenen Sommer mit sieben Treffern in fünf Spielen auf sich aufmerksam gemacht und erzielte gegen die TSG prompt den entscheidenden Treffer. Der Sieg im badischen Duell war für die Stimmung beim Sport-Club enorm wichtig, nachdem die Mannschaft zuvor gegen die beiden Aufsteiger Paderborn (0:2) und Köln (0:4) zwei Niederlagen am Stück kassiert hatte.

Streich: „Wir wollen es besser machen als die letzten Male“

Für das Spiel in Augsburg fordert Trainer Streich „ein sehr engagiertes und sehr leidenschaftliches Spiel“ von seiner Mannschaft. Gegen „eine gestandene Bundesliga-Mannschaft, die sehr schnell umschalten kann“, wie er den FCA beschreibt. Ob der 54-Jährige beim Duell gegen die Fuggerstädter auf Robin Koch zurückgreifen kann, ist fraglich. Der Verteidiger, der in der Winterpause bereits auf dem Sprung zu RasenBallsport Leipzig war, wurde gegen Hoffenheim mit einer Platzwunde am Kopf ausgewechselt.

Zwischen Freiburg und dem FCA sieht Streich durchaus einige Parallelen. „Wir liegen nicht so weit auseinander, was die Möglichkeiten betrifft“, erklärt der SC-Trainer, dessen Mannschaft in der Bundesliga allerdings noch nie in Augsburg gewinnen konnte: vier Remis und drei Niederlagen lautet die Bilanz aus Breisgauer Sicht. Deshalb fordert Streich für Samstag: „Wir wollen hinfahren und es besser machen als die letzten Male.“

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