CSD Köln: Deutschland unerwünscht

Von Liana Friedrich | Der CSD in Köln ist einer der größten CSDs (Christopher Street Days) die in Deutschland stattfinden. Dieses Jahr sorgte die Festlegung eines Mottos für erheblichen Aufruhr. 

So sollte das diesjährige Motto eigentlich: „Einigkeit! Recht! Freiheit!“ lauten. Doch ernteten die Veranstalter nach Verkündung dieses Mottos prompt Kritik. Der Kölner Lesben und Schwulentag (KLuSt), welcher der Veranstalter ist, verteidigte seine Entscheidung in einem Schreiben: “Dieses Land ist unser Land!“.  Der Verband begründete damit das Motto, dass sie aus gutem Grund wählten: Sie wollten damit zum Ausdruck bringen, dass die LGBT-Community zu Deutschland gehört und dieses Land für seine Freiheiten schätzt. 

Doch es bildete sich rasch Widerstand in Form von Petitionen und Schreiben wie diesem hier: 

Dort fallen Sätze wie: „Diese kapitalistische, rassistische, cis-hetero patriarchalische Gesellschaft kann uns keine Freiheit geben!“ oder Glanzstücke wie: „Nicht unser Land! Nicht unsere Nationalhymne! Nicht unser Grundgesetz!“. Ein Klärungsversuch der Veranstalter durch ein Gespräch schlug aufgrund von Störern fehl. 

Nun wurde das Motto geändert um die Kontroverse zu beenden. Der CSD Köln wird unter dem Motto „Für Menschenrechte”  stattfinden. 

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